Trauer

Diese Trauer, sie zerfrisst mich innerlich. Ich habe schon viel erlebt und viel scheiß durch gemacht und bin schon oft am Abgrund, teilweise auch schon im Abgrund gestanden, doch ich habe mich nie so sehr dahin gezogen gefühlt, ich wollte immer weg vom Abgrund und habe dafür gekämpft nach vielen Jahren habe ich mir Hilfe geholt und wirklich große Erfolge erzielt und nun?

Nun sind die Erfolge noch zu sehen, aber der Abgrund er zieht so sehr an mir, ich will hinein steigen und mich darin verlieren.

Wieder muss ich kämpfen, jedoch diesmal nicht, weil ich nicht in dem Abgrund gehen will, sondern weil ich mich von ihm fernhalten muss.

Wie gerne würde ich einfach in den Abgrund gehen und all den Schmerz, die Trauer, die Gedanken und vieles vergangenes hinter mir lassen und Frieden finden. Aber ich weiß, daß ich das nicht darf aus vielerlei Gründen, aber besonders ein Grund hält mich.

Auch weiß ich, dass der Abgrund nicht die Erlösung bringt, auch wenn es so scheint. Mein Kopf hält mich, etwas in meinem Herzen hält mich, doch der Großteil meines Herzens ist totes Narbengewebe.

Du hast ein großes Stück mit dir gerissen, ein riesen Loch, dass dort nun klafft und nie mehr verheilen wird, andere haben ihre Narben hinterlassen doch keiner hat ein Stück abgetötet oder raus gerissen, dass hast nur du.

Ich weiß ich habe versagt, nicht erst kürzlich schon viel, viel früher, wenn nicht gar schon als Kind, aber ich empfinde es als unfair, was du mir (und anderen) angetan hast.

Ich weiß ich habe wirklich extrem viel falsch gemacht in meinem Leben, aber es fühlt sich so an, als würde ich, je weiter ich mich vom Abgrund entfernt habe, heftiger abstürzen und auf mich eingetreten bekommen. Zunehmend wird mir klar, daß nicht ich das Leben hasse, sondern das Leben mich hasst.

Du sagtest mal, Gott traut einem nur so viel zu, wie man ertragen kann, wegen dir war ich kurz davor meinen Glauben tatsächlich wieder zu finden, aber du hast mir bewiesen, dass es keinem Gott gibt. Denn nach deiner Theorie wärst du noch bei mir und ich würde dir mit der ganzen scheise helfen und sie gemeinsam durchstehen.

Sollte es Gott doch geben hat er die zu viel zu gemutet. Ich hasse ihn.

Auch ich bin am Ende meiner Kräfte, will aufgeben, will zu dir, es dir gleich tun, doch ich muss funktionieren, den Schein waren, mir sagen lassen wie stark ich bin, während ich ununterbrochen die Tränen verschlucke und merke wie die Kraft schwindet. Mir wird gesagt ich sei stark und ich weiß ich bin so schwach wie noch nie in meinen gottverdammten Leben. Aber ich funktioniere, ware den Schein, überzeuge durch Zuverlässigkeit, lache und bin froh, kämpfe den ein oder anderen Kampf der nicht meiner sein sollte, den ich unterstützen sollte, nun selber.

Wenn ich schon nicht deinen Weg gehen kann, denke ich zumindest daran zuzugeben, dass ich schwach bin, aber dann wäre der Schein gebrochen und das Leben, dass ich mir aufgebaut habe würde ins schwanken geraten, ich kann mir ein Aufgeben nicht leisten, ich habe Fuß gefasst und will nicht ins wanken geraten, nur weil ich schwach bin.

Ich gehe weiter meinen Weg, zeige das alles in Ordnung ist, dass ich für alle da bin, man sich auf mich verlassen kann und ich keinen Kampf scheue. Ich bin stark, egal wie ich fühle, denn mein Kopf hat das Sagen.

Du siehst mir geht’s gut, ich überstehe alles, auch das was du getan hast wird vorüber gehen und ich werde unversehens weiter machen.

Ich liebe Dich und hasse Dich, mehr dennje.

Mein Leben ist eine Lüge und mich Lüge ich mehr als sonst wen an und warum? Weil ich mir nicht zuhören kann, da alles sonst zerbricht.

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