Der größte Scheiß – Abschied

Ich habe in meinem Leben schon so einigen Scheiß erlebt, den ich immer irgendwie überstanden habe und mir mit einem Mal so nichtig vorkommt.

Der schlimmste Tag meines Lebens war, als du mich verlassen hast.

Noch immer hoffe ich darauf, dass all das nicht real ist, dass all das nur ein riesen Fake ist und du dir eine Auszeit genommen hast und plötzlich wieder auftauchst und sagst „hey Leute, hier bin ich, sorry für den Schreck, aber jetzt ist alles gut“.

Ich warte auf eine Nachricht von dir, schaue ständig in FB (was ich seit knapp einen Jahr auf ein Minimum reduziert hatte) nur um festzustellen, dass es von dir nichts neues gibt.

Immer wieder lasse ich so vieles Revue passieren und suche den Fehler oder durchforste alte Nachrichten/Bilder, ob ich nicht irgendetwas übersehen habe, das mir zeigt, dass all das nicht real ist.

Du weißt ich habe wirklich viel Scheiße erlebt, egal ob Misshandlung (körperlich und seelisch), Missbrauch, Mobbing, Manipulation, Verlust geliebter Menschen/Tiere, wahr gewordene Alpträume…

All das hat seine Spuren hinterlassen aber nichts davon hat so einen tiefen Krater hinterlassen wie dein Verlust, nicht nur, dass ich es hätte sehen/wissen/spüren müssen, nein ich habe auch davon geträumt.

Du wolltest es so und ich muss mir ständig anhören, dass ich das hinnehmen muss. Aber verdammt noch mal ich will es nicht hinnehmen, schon gar nicht akzeptieren oder gut heißen. Du hast es gewusst und deswegen als einer der letzten mich kontaktiert.

Aber nicht schlimm genug, du hast mir deine letzten Worte zukommen lassen, immer und immer wieder versuche ich ein anderes Ergebnis zu finden, andere letzte Worte von dir, erfolglos.

Ich hoffe niemals wieder diese Worte zu hören/lesen, denn sie lösen in mir so viel Schmerz aus wie nichts anderes es je getan hat.

Ganz einfache Worte, relativ harmlos in vielerlei Kontext, aber in deisem Kontext die schlimmsten überhaupt: „Mir gehts nicht gut“.

Die Erlösung war nicht erlösend, das Gegenteil war der Fall.

Du hast mir mein Boden genommen, ich weiß nicht weiter. Ich kann dich nicht besuchen, da es dann zu real wird.

Diese Worte, Bilder von deiner Ruhestätte… Ich kann nicht mehr.

Ich habe Angst, panische Angst. Du hast mich verändert, nichts wird wieder normal.

Ich wache nachts aus einem Alptraum auf, angsterfüllt, nicht fähig mich zu bewegen, nicht fähig zu schreien. Ich kannte diesen Zustand nicht, jetzt ist er ein häufiger Begleiter.

Ich habe mich verändert, nein du hast mich verändert, ich bin ordentlicher geworden, konsequenter beim Ausmisten, habe das Rauchen angefangen (ok e-Zigarette ohne Nikotin, ich gebs ja zu), trinke häufiger (aber nicht zu viel, betrunken habe ich mich seither nur ein Mal – in Gedenken an dich), habe abgenommen (hey mein Wunschgewicht hab ich noch immer nicht), habe ein deutlich reduzierteren Geduldsfaden, lebe am Limit (der Abgrund ruft, ich halte mich fern), führe Kriege die nicht meine sein sollten, habe in der Öffentlichkeit geweint (und mir laufen viel häufiger unbemerkt die Tränen, als es je zuvor der Fall gewesen ist), gebe Schwäche zu, habe neue Angstzustände, bin verschlossener geworden (zumindest manchen gegenüber) und bin direkter geworden (auch wenn das oft ein inneren Kampf bedeutet, nicht zu sagen was ich denke/fühle). Manches davon ist gut, anderes belastet mich.

Ich glaube zwei meiner diagnostizierten Störungen sind wieder stärker, bedeutend stärker, zum Vorschein gekommen.

Aber ich habe Angst mir Hilfe zu suchen, denn ich habe gesehen, wohin das führen kann…

Ich hasse dich, ich liebe dich, du warst einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben, einer meiner weniger Anker, du fehlst!

Aber du hast auch bei anderen was bewirkt, mal sehen, ob das von Dauer ist oder nur eine „Phase“, du weißt wen ich meine 😉

Ich liebe dich Kleine! Und ich denke oft an dich und höre „unsere Lieder“ :*

Wir sehen uns wieder und dann kannst du dich auf was gefasst machen, Baldurs Gate war ein lächerlicher Scheiß dagegen, weil völlig Belanglos!

Schwäche oder nicht?

Ich fühle mich schwach und bekomme gesagt, wie stark ich bin.

Ich möchte aufgeben, ihr folgen, sie besuchen – aber das ertrage ich nicht – oder einfach einschlafen.

Ich bin müde, schrecklich müde, doch ich kann nicht gut schlafen.

Angst quält mich, sie hält mich wach, reißt mich aus dem Schlaf oder macht mich bewegungsunfähig.

Ich möchte weinen, doch ich unterdrücke es, niemand darf sehen wie ich mich fühle, ich könnte beobachtet werden und jemand könnte es bemerken. Ich muss es unterdrücken oder eine Ausrede finden, das ist einfach, Wimper im Auge, was ins Auge gerieben oder rein gelangt – ja passiert alles tatsächlich regelmäßig.

Ich bin kaputt möchte reden, doch niemand würde mich verstehen und die, die mich verstehen haben selbst genug Probleme.

Jemand fremden anvertrauen? Nein, das geht diesmal nicht, wenn dann einem Profi. Aber ich habe weder Zeit noch Lust ständig dahin zu müssen – ganz abgesehen davon, dass die Wartezeit auch noch besteht – und in akut Behandlung will ich nicht, denn ich habe endlich ein Leben in dem ich mich wohl fühle.

Mein Job macht mir Spaß, ich habe einen tollen Platz und super Chef, das alles riskieren nur weil ich mich schwach fühle? Nein ganz sicher nicht, abgesehen davon, dass ich mich so fühle, weil das ja offensichtlich nicht hilfreich ist.

Ich mache einfach weiter als wäre nichts, solange ich noch drüber denke, wie stark oder schwach ich bin habe ich genügend Kraft einfach weiter zu machen.

Trauer

Diese Trauer, sie zerfrisst mich innerlich. Ich habe schon viel erlebt und viel scheiß durch gemacht und bin schon oft am Abgrund, teilweise auch schon im Abgrund gestanden, doch ich habe mich nie so sehr dahin gezogen gefühlt, ich wollte immer weg vom Abgrund und habe dafür gekämpft nach vielen Jahren habe ich mir Hilfe geholt und wirklich große Erfolge erzielt und nun?

Nun sind die Erfolge noch zu sehen, aber der Abgrund er zieht so sehr an mir, ich will hinein steigen und mich darin verlieren.

Wieder muss ich kämpfen, jedoch diesmal nicht, weil ich nicht in dem Abgrund gehen will, sondern weil ich mich von ihm fernhalten muss.

Wie gerne würde ich einfach in den Abgrund gehen und all den Schmerz, die Trauer, die Gedanken und vieles vergangenes hinter mir lassen und Frieden finden. Aber ich weiß, daß ich das nicht darf aus vielerlei Gründen, aber besonders ein Grund hält mich.

Auch weiß ich, dass der Abgrund nicht die Erlösung bringt, auch wenn es so scheint. Mein Kopf hält mich, etwas in meinem Herzen hält mich, doch der Großteil meines Herzens ist totes Narbengewebe.

Du hast ein großes Stück mit dir gerissen, ein riesen Loch, dass dort nun klafft und nie mehr verheilen wird, andere haben ihre Narben hinterlassen doch keiner hat ein Stück abgetötet oder raus gerissen, dass hast nur du.

Ich weiß ich habe versagt, nicht erst kürzlich schon viel, viel früher, wenn nicht gar schon als Kind, aber ich empfinde es als unfair, was du mir (und anderen) angetan hast.

Ich weiß ich habe wirklich extrem viel falsch gemacht in meinem Leben, aber es fühlt sich so an, als würde ich, je weiter ich mich vom Abgrund entfernt habe, heftiger abstürzen und auf mich eingetreten bekommen. Zunehmend wird mir klar, daß nicht ich das Leben hasse, sondern das Leben mich hasst.

Du sagtest mal, Gott traut einem nur so viel zu, wie man ertragen kann, wegen dir war ich kurz davor meinen Glauben tatsächlich wieder zu finden, aber du hast mir bewiesen, dass es keinem Gott gibt. Denn nach deiner Theorie wärst du noch bei mir und ich würde dir mit der ganzen scheise helfen und sie gemeinsam durchstehen.

Sollte es Gott doch geben hat er die zu viel zu gemutet. Ich hasse ihn.

Auch ich bin am Ende meiner Kräfte, will aufgeben, will zu dir, es dir gleich tun, doch ich muss funktionieren, den Schein waren, mir sagen lassen wie stark ich bin, während ich ununterbrochen die Tränen verschlucke und merke wie die Kraft schwindet. Mir wird gesagt ich sei stark und ich weiß ich bin so schwach wie noch nie in meinen gottverdammten Leben. Aber ich funktioniere, ware den Schein, überzeuge durch Zuverlässigkeit, lache und bin froh, kämpfe den ein oder anderen Kampf der nicht meiner sein sollte, den ich unterstützen sollte, nun selber.

Wenn ich schon nicht deinen Weg gehen kann, denke ich zumindest daran zuzugeben, dass ich schwach bin, aber dann wäre der Schein gebrochen und das Leben, dass ich mir aufgebaut habe würde ins schwanken geraten, ich kann mir ein Aufgeben nicht leisten, ich habe Fuß gefasst und will nicht ins wanken geraten, nur weil ich schwach bin.

Ich gehe weiter meinen Weg, zeige das alles in Ordnung ist, dass ich für alle da bin, man sich auf mich verlassen kann und ich keinen Kampf scheue. Ich bin stark, egal wie ich fühle, denn mein Kopf hat das Sagen.

Du siehst mir geht’s gut, ich überstehe alles, auch das was du getan hast wird vorüber gehen und ich werde unversehens weiter machen.

Ich liebe Dich und hasse Dich, mehr dennje.

Mein Leben ist eine Lüge und mich Lüge ich mehr als sonst wen an und warum? Weil ich mir nicht zuhören kann, da alles sonst zerbricht.

Mein Herz, es bricht

in tausend Splitter.

Ist nicht schön und gar nicht fein,

schon gar nicht sind sie aus Glitter,

doch viele davon waren mal dein.

Ich hab dir mein Herz gegeben,

auf das du es gut umsorgst,

wollt‘ mit dir so viel noch erleben,

und nun scheint alles total verkorst.

Du hielst es fest, in deinen Händen.

Gabst mir Sicherheit immer zu.

Ich glaub’s nicht, so soll es enden?

Dann geh einfach und lass mich in Ruh!

Das Ende und die Frage nach dem Bruch

Ich beneide dich wieder einmal, denn eigentlich hast du alles richtig gemacht.

Du hast dein Leben gelebt, ohne Rücksicht auf Verluste und du hast es genauso beendet.

Den Gedanken es zu beenden, hatte ich – seit ich denken kann – unzählige Male, aber immer denke ich über das danach nach.

Einerseits wegen derer, die darunter leiden würden aber andererseits will ich niemanden die Genugtuung geben, aufgegeben zu haben bzw. nicht mehr da zu sein.

Gerade heute beneide ich dich extrem für den Mut, den du aufgebracht hast das durchzuziehen.

Aber ich habe SIE…

Ich schwöre dir, sollte ich SIE nicht mehr in meinem Leben haben, breche ich meine Versprechen anderen gegenüber und werde zu dir kommen!

Denn du fehlst mir unendlich!

Mit dir ist ein Teil von mir gegangen, du hast ihn einfach mitgerissen.

Hilf mir

Ich weiß, du wirst all meine Texte nie mehr lesen können, du wirst mir niemals mehr helfen können und ich kann dich nie mehr um Rat fragen.

Dennoch richte ich diese Zeilen an dich, denn ich fühle mich hilflos.

Ich wüsste so gerne, was du zu manchen Themen denkst.

Wenn du von dort, wo auch immer das sein mag, irgendeine Möglichkeit hast, etwas zu beeinflussen oder auf mich acht zu geben, dann wünsche ich mir hiermit nichts sehnlicher, als das du mein Leben in eine Bahn bringst, die uns gefallen würde, du weißt was ich meine.

Ich meine, ich weiß, dass du damals Recht hattest, aber ich fühle mich nicht in der Lage diesen Schritt zu gehen.

Es gibt ja kaum einen Grund dafür und in meinem Kopf spielen dauernd die Konsequenzen eine Rolle.

Also solltest du nach wie vor der Meinung sein, dass dies der richtige WEg für mich wäre, dann bitte ich dich irgendwie dafür zu sorgen, dass es für mich keine andere Wahl mehr gibt.

Ich denke, tief in meinem Inneren, weiß ich, dass es richtig ist.

Aber wie gesagt, ich kann es nicht und ja ich gebe zu, ich habe auch Angst davor.

Im Grunde bin ich den Weg noch nie in meinem Leben gegangen, ich weiß nicht genau, was auf mich zukommen würde und dennoch wächst der Wunsch diese Erfahrung zu machen, auch um mal raus zu finden, was ich wirklich will.

Bitte hilf mir!

Ich weiß nicht wie, aber ich weiß, ich brauche deine Hilfe hierbei, denn alleine schaffe ich es nicht.

Du fehlst mir!

Sinn oder Veränderung?

Man sagt, dass, wenn man verliebt ist, alle Lieder einen Sinn ergeben.

Doch ich fühle eher Liebeskummer und alle Lieder ergeben einen (anderen) Sinn.

Dort, wo es einst um Liebe ging, geht es nun häufig um den Verlust eines geliebten Menschen.

Dort wo ich kürzlich dachte „behalte es für dich, du willst nicht nerven oder ein falsches Gefühl vermitteln“ denke ich nun „wie gerne würde ich das denken, doch ich kann dich nie mehr fragen oder nerven“

Vieles verliert an Bedeutung, anderes gewinnt enorm an Bedeutung.

Hätte ich es verhindern können?

Habe ich versagt?

Ich empfinde ein JA.

Du hast es gesagt, doch ich habe es der Situation geschuldet und nicht richtig ernst genommen.

Ich habe nicht genug aufgepasst.

Es tut mir leid, leider viel zu spät.

Du fehlst

Seit Jahren fehlst du mir.

Ich kann es keinem sagen, denn es würde niemand verstehen.

Gerade jetzt, da ich meine Schwester verloren habe und ich in meinen Gefühlen und Gedankenkarusell gefangen bin, wird mir wieder klar, wie sehr du mir fehlst.

Du hast mich verstanden, konntest mein (Gefühls-)chaos verstehenund warst immer für mich da.

Ich wünsche mir so oft, dass du mich einfach in den Arm nimmst und mir damit Kraft spendest, aber ich weiß, dass all dies nur in meinem Kopf existiert.

Denn die Vergangenheit lässt sich nicht ändern.

Niemand kommt zurück.